Kennzeichnungen

 

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass bei den Feuerwehren viele Einsatzkräfte Streifen oder Punkte auf den Helmen haben?! Oder manche Westen tragen?!

Schon einmal gefragt, was das bedeutet?

Hier eine kurze Erläuterung:


Helmkennzeichnungen:

    Roter Punkt auf dem Helm

Zeichen für einsatzbereite Atemschutzgeräteträger. Einsatzkräfte mit diesem "roten Punkt" haben den Atemschutzlehrgang absolviert, können eine gültige Untersuchungen nach G26.3 vorweißen und haben einen Streckendurchgang absolviert. Damit dürfen diese Kräfte Tätigkeiten unter Atemschutz absolvieren.

    Blauer Punkt auf dem Helm

Zeichen für "Sanitäter in der Feuerwehr". Einsatzkräfte mit diesem "blauen Punkt" haben auf der Landesfeuerwehrschule den Lehrgang "Sanitäter in der Feuerwehr" erfolgreich abgeschlossen oder haben einschlägige berufliche Erfahrung im Medizin- oder Rettungsdienstbereich.

    Ein roter Streifen auf den Helmseiten

Zeichen für Gruppenführer bzw. Fahrzeugführer. Diese Einsatzkräfte haben mindestens einen "Gruppenführerlehrgang" an der Landesfeuerwehrschule absolviert. Sie dürfen ein Fahrzeug an der Einsatzstelle führen (befehlen) und leiten ggf. kleinere Einsätze selbst. Soweit ein Wehrführer(in) / stellvertretender Wehrführer(in) keinen Zugführerlehrgang absolviert hat, tragen diese ebenfalls diese "einen Streifen je Helmseite".

    Zwei rote Streifen auf den Helmseiten

Zeichen für die Wehrführung - sprich den Wehrführer und seinen Stellvertreter (mit Zugführerlehrgang). Die Wehrführung muss dafür mindestens einen Zugführerlehrgang absolviert haben und ist von der Einsatzabteilung in Ihre Position gewählt worden. Sie leiten die Einsatzabteilung und können je nach Größe der Einsatzstelle auch als Einsatzleiter eingesetzt werden.

    Ein roter Streifen um den Helm

Zeichen für den Stadtbrandinspektor und seine Stellvertreter. Die Stadtbrandinspektoren sind die Leiter der Feuerwehren einer Gemeinde bzw. Stadt. Sie können generell die Einsatzleitung an der Einsatzstelle übernehmen. Der Stadtbrandinspektor und seine Stellvertreter werden von den Einsatzabteilungen einer Stadt bzw. Gemeinde gewählt. Auch wird diese Kennzeichnung bei den Kreisbrandmeistern verwendet, welche den Kreisbrandinspektor unterstützen und als Brandschutzaufsicht des Landkreises an größere Einsatzstellen die Leitung übernehmen können.

    Zwei rote Streifen um den Helm

Zeichen für den Kreisbrandinspektor und seinen Stellvertreter. Der Kreisbrandinspektor ist der Leiter der Feuerwehren des Landkreises. Bei Großschadenslagen kann der "KBI" die Einsatzleitung übernehmen, bei alltäglichen "größeren" Einsätzen unterstützt er in der Regel die örtliche Einsatzleitung. 


Führungswesten: Reflektorwesten zeigen im Einsatz die Funktion des Trägers innerhalb eines Einsatzes. 

Hier möchten wir die zwei wichtigsten Westen für unseren Einsatzdienst vorstellen.

Orangene Weste mit Aufschrift:

in unserem Bsp.: "Nidda 5-40"

"Fahrzeugführerweste"

Dies sind die Führungswesten für eingesetze Gruppenführer bzw. den örtlichen Einsatzleiter. An der Aufschrift kann man erkennen, um welchen Fahrzeugführer es sich handelt - in unserem Fall Nidda 5-40 = Fahrzeugführer des Fahrzeuges mit dem Rufnamen Florian Nidda 5-40 (StLF Eichelsdorf). An kleineren Einsatzstellen ist der örtliche Fahrzeugführer zugleich Einsatzleiter.

 

ROTE WESTE

Rote Weste mit Aufschrift:

z.B.: "Zugführer Nidda" oder "Zugführer Nidda Nord"

"Zugführerweste"

Soweit mehrere Löschfahrzeuge zum Einsatz kommen, kommt noch eine "Rote Führungsweste" zum Einsatz. Hier hat der Zugführer -sprich der Führer der kompletten "Flotte" für die entsprechende Feuerwehr- eine rote Weste an. Im Stadtgebiet Nidda gibt es je eine solche Weste für jeden Löschbezirk (in unserem Fall "Nord") sowie bei der Kernstadtfeuerwehr, bei welcher direkt ein kompletter Zug stationiert ist. Ein ausgebildeter Zugführer übernimmt dann die übergeordnete Führung. Die Zugführerweste für den Bezirk Nord ist fest auf dem StLf Eichelsdorf verlastet und wird je nach Einsatzlage an einen ausgebildeten Zugführer weitergegeben, welcher dann die verschiedenen Feuerwehren als Zug zusammengefasst führt.


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