Alarmierung der Freiw. Feuerwehr

Was passiert eigentlich, wenn ich die 112 anrufe?!

Und woher weiß die Feuerwehr dann, wo es brennt?!?!

fragezeichen

Gute Frage!

Nicht für jeden ist es ganz klar, was passiert, wenn man die 112 anruft und welcher Aufwand hier dahinter steckt! Und das Spezielle: Zwischen Alarmierung und dem Eintreffen der Feuerwehr dürfen maximal 10Minuten liegen! Aber erst einmal von vorne:

 

Schritt 1, der Anruf:

Wir nehmen einmal an, es ist Montagabend und es brennt im Bürgerhaus in Eichelsdorf. Wer das Feuer entdeckt, wird zunächst einmal die 112 anrufen. Hier landet man bei der Leitstelle, in unserem Fall in Friedberg - Leitstelle Wetterau. Hier werden alle Einsätze der Hilfsorganisationen im Wetteraukreis koordiniert. Der sogenannte Disponent wird nun einen Einsatz erstellen und alle Daten aufnehmen: Was ist passiert? Wie viele Menschen sind in Gefahr? usw. So kann der Mitarbeiter der Leitstelle entscheiden wen er alarmiert:

Schritt 2, die Alarmierung:

In diesem Fall würde der Computer des Leitstellendisponenten Ihm angeben, dass für diesen Einsatz die Feuerwehren Eichelsdorf, Ober-Schmitten, die Drehleiter aus Nidda sowie ein Rettungswagen benötigt werden. Hier löst der Disponent nun die Funkmeldeempänger der entsprechenden Feuerwehren aus:

     

 

Jetzt piepen die Funkmeldeempfänger der aktiven Kameraden, welche diese meist Tag und Nacht bei sich haben. Für den Fall, dass der sogenannte "Piepser" mal nicht dabei ist, bekommt jeder auch noch zusätzlich eine Alarm-SMS auf das Handy. Auf die Sirene wird inzwischen weitestgehend verzichtet, diese kommt nur noch bei Großschadenslagen oder auf Anweisung des Einsatzleiters zum Einsatz. Bei der Alarmdurchsage ist über die "Piepser" nun das erste Stichwort zu hören. Hier würde es z.B. heißen:

"Achtung, Achtung! Leitstelle Wetterau mit Einsatz für die Feuerwehren Eichelsdorf, Ober-Schmitten und Nidda sowie den Rettungsdienst, stellen Sie die Einsatzbereitschaft her, Feueralarm!"

Nun begeben sich die Feuerwehrangehörigen schnellst möglich zum Feuerwehrhaus, egal ob sie gerade zu Hause am Schlafen waren, an der Arbeit oder gar auf dem Geburtstag des eigenen Kindes - denn jeder weiß: bei einem Einsatz ist jede helfende Hand gefragt!

Schritt 3, vom normalen Mitbürger zum Feuerwehrmann:

Im Feuerwehrhaus wird die persönliche Schutzkleidung angezogen und die Fahrzeuge besetzt. Am Funk wird nun abgefragt, welcher Einsatz wo anliegt. In unserem Beispiel würde die Leitstelle uns mitteilen:

"Nidda 5-22 (die Kennung unseres Löschfahrzeuges), Bürgerhaus Eichelsdorf, dort gemeldetes Feuer"

 

Schritt 4, aus zur Einsatzstelle:

Nun fängt das an, was jeder kennt: die Fahrzeuge fahren mit Sondersignal zur Einsatzstelle, der Einsatzleiter entscheidet was zu tun ist und der Einsatz wird abgearbeitet.

Wie bereits beschrieben: DAS ALLES IN MAXIMAL 10MINUTEN!