Alarmierung der Freiw. Feuerwehr

Was passiert eigentlich, wenn ich die 112 anrufe?!

Und woher weiß die Feuerwehr dann, wo es brennt?!?!

fragezeichen

Gute Frage!

Nicht für jeden ist es ganz klar, was passiert, wenn man die 112 anruft und welcher Aufwand hier dahinter steckt! Und das Spezielle: Zwischen Alarmierung und dem Eintreffen der Feuerwehr dürfen maximal 10Minuten liegen! Aber erst einmal von vorne:

 

Schritt 1, der Anruf:

Wir nehmen einmal an, es ist Montagabend und es brennt im Bürgerhaus in Eichelsdorf. Wer das Feuer entdeckt, wird zunächst einmal die 112 anrufen. Hier landet man bei der Leitstelle, in unserem Fall in Friedberg - Leitstelle Wetterau. Hier werden alle Einsätze der Hilfsorganisationen im Wetteraukreis koordiniert. Der sogenannte Disponent wird nun einen Einsatz erstellen und alle Daten aufnehmen: Was ist passiert? Wie viele Menschen sind in Gefahr? usw. So kann der Mitarbeiter der Leitstelle entscheiden wen er alarmiert:

Schritt 2, die Alarmierung:

In diesem Fall würde der Computer des Leitstellendisponenten Ihm angeben, dass für diesen Einsatz die Feuerwehren der "Löschgruppe Nord" (Eichelsdorf, Ulfa, Stornfels, Ober- und Unter-Schmitten, die Drehleiter aus Nidda sowie ein Rettungswagen benötigt werden. Bis 2017 wurden die Einsatzkräfte jetzt über analoge Funkmeldeempfänger alarmiert. Seit August 2017 besitzt jede Einsatzkraft einen sogannenten "digitalen Pager", diese würden nun vom Leitstellendisponenten ausgelöst werden. Parellel bekommt jede Einsatzkraft noch über ein App-System eine Benachrichtigung über den Einsatz, damit soviele Einsatzkräfte wie nur möglich erreicht werden können.

Auf die Sirene wird inzwischen weitestgehend verzichtet, diese kommt bei uns nur noch bei höheren Stichwörtern bzw. Stichwörtern mit "Menschenleben in Gefahr" im Schadenort ausgelöst.

 links und rechts im Bild die seit August 2017 eingesetzten digitalen Pager, in der Mitte ein bis 2017 eingesetzter analoger Funkmeldeempfänger. 

 

Jetzt piepen die "Pager" der aktiven Kameraden, welche diese Tag und Nacht bei sich haben. Auf dem Display der "digitalen Piepser" ist nun eine Kurzinformation zu sehen, hier z.B. "Feueralarm für Feuerwehr Eichelsdorf, stellen Sie die Einsatzbereitschaft her"

Nach der Alarmierung begeben sich die Feuerwehrangehörigen schnellst möglich zum Feuerwehrhaus, egal ob sie gerade zu Hause am Schlafen waren, an der Arbeit oder gar auf dem Geburtstag des eigenen Kindes - denn jeder weiß: bei einem Einsatz ist jede helfende Hand gefragt!

Schritt 3, vom normalen Mitbürger zum Feuerwehrmann:

Im Feuerwehrhaus wird die in Spinden bereitstehende persönliche Schutzkleidung angezogen und die Fahrzeuge besetzt. Am Funk wird nun abgefragt, welcher Einsatz wo anliegt. In unserem Beispiel würde die Leitstelle uns mitteilen:

"Nidda 5-40 (die Kennung unseres Löschfahrzeuges), Bürgerhaus Eichelsdorf, dort gemeldetes Feuer"

Schritt 4, aus zur Einsatzstelle:

Nun fängt das an, was jeder kennt: die Fahrzeuge fahren mit Sondersignal zur Einsatzstelle, der Einsatzleiter entscheidet was zu tun ist und der Einsatz wird abgearbeitet.

Apropo Sondersignal! Unsere Einsatzkräfte sind laut Straßenverkehrsordnung dazu verpflichtet Blaulicht UND Martinshorn einzusetzen - Tag und Nacht. Ansonsten gilten die unverzichtbaren Sonderrechte nicht, denn auf der Anfahrt müssen unsere Einsatzkräfte bei jedem Einsatz vom Schlimmsten ausgehen.

Wie bereits beschrieben: DAS ALLES IN MAXIMAL 10MINUTEN!